MY IDENTITY IS OPEN__
Der Dokumentarfilm “My Identity Is Open” zeigt uns die Welt, wie sie in wenigen Jahren aussehen könnte. Er erzählt die Geschichte von Damian, der in einer Gesellschaft lebt, in der die My Identity Is Open-Technologie weit verbreitet ist. My Identity is Open, das ist ein Mobiltelefon, das nicht etwa nur telefonieren kann. Mit dem Gerät kann Damian die Menschen in seinem Umfeld scannen. Via Gesichtserkennung aber auch über GPS und UMTS?Lokalisierung erhält er Zugriff auf einen ausgedehnten Pool an Daten zu seinem Gegenüber. Name, Alter, Wohnort, Vorlieben, Bankauszug... Miio gibt auch Aufschluss über den Gesundheitszustand einer Person oder deren strafrechtliche Vergangenheit. Mit My Identity Is Open kann Damian ganze Identitäten offen legen.
Der Film wird in einer experimentellen Mixtur aus dokumentarischen und fiktionalen Elementen erzählt. Dabei driften die Filmemacher zuweilen in das Genre der Mockumentary ab, wenn etwa faktische Experten-Aussagen aus dem Kontext gerissen werden. Ein die Glaubwürdigkeit untermauernder dokumentarischer Stil wird dabei aber konsequent beibehalten.
My Identity Is Open ist auch eine kritische Vorschau auf die klassischen Dystopien, wie sie uns schon von Huxley, Orwell oder Samijatin vorgezeichnet wurden. Der Film thematisiert den grassierende Drang zur Offenlegung der eigenen Daten, gepaart mit modernster Technologie in einem Umfeld, in dem Datenschutz und Privatsphäre nur noch bedeutungslose Relikte längst vergangener Tage sind.
TERMIN
15. April 2011, 18:00, Museum der Moderne
Präsentation des Doku-Teasers
"My Identity Is Open"
und anschließend
subnet.TALK mit Dr. Hans Zeger
"Measuring the crowd"
Wie Menschen auf Datensätze reduziert werden
MY IDENTITY IS OPEN __
eingereicht von Georg Pircher Verdorfer
„Identity is the crisis can’t you see“ sang Polystyrene von den X-Ray-Spex 1977 und das könnte als Motto über dem Dokumentarfilmprojekt von Georg Pircher Verdorfer und seinem Team stehen. In einer Mischung aus Fake, Fiktion und Dokumentarischem will der Film den möglichen Konsequenzen der zunehmenden und größtenteils freiwilligen Einspeisung verschiedenster persönlicher Daten in Systeme, deren Umgang mit diesen Daten in keinster Weise überschaubar oder kontrollierbar wäre, nachgehen. Die Fake-Erfindung MIIO ist ein nettes Gadget um die Naivität des sich gläsern machenden Menschen vorzuführen. Jurybegründung
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