Perfect Arrangement__
Am Stadtwerkeareal entsteht eine fragile Station, die sich mit der Idee von Wohnen auseinandersetzt. Ihre Zerbrechlichkeit reflektiert die Illusion scheinbarer Stabilität und Dauerhaftigkeit von Lebens- und Wohnsituationen.Eine Ansammlung ungewöhnlicher Baukörper und - materialien gibt Anlass für die Auseinandersetzung mit Realität in all ihrer Brüchigkeit und Ambivalenz und zeigt Leben als labiles Konstrukt.
Die Baustelle als Ort des Umbruchs wird zur Kulisse für eine Siedlung aus prothesenhaften Behausungsobjekten. In abstrahierter Form thematisieren sie das Bedürfnis nach Geborgenheit, Intimität und Schutz. Verschiedene Hilfskonstruktionen bemühen sich vergeblich diese Sehnsucht nach Zugehörigkeit und Sicherheit zu kompensieren. Unser Setup versucht das zwangsläufige Scheitern daran nicht zu verbergen sondern transparent zu machen.
Umsetzung:
Cirka 15 Gewächshäuser verschiedener Größe und Form dienen als Basis für die Konstruktion einer durchsichtigen und einsehbaren kleinen Siedlung. Die Objekte werden mit individuellen Interieurs ausgestattet in eine liebevoll aber ungewöhnlich gestaltete Umwelt drapiert. Ihr Aufbau und ihre Position entsprechen vielleicht nicht immer dem für sie vorgesehenen Benutzungsschema.Sie stehen aber in jedem Fall in einer direkten Beziehung zueinander und zu ihrem surounding.
Die geplante Ansammlung fragiler, transparenter „Wohneinheiten“ illustriert nicht wie die üblichen Bilder zur Bewerbung neuer Wohnungen Möblierungs- oder Lebensmodellvorschläge, sondern veranschaulicht als ambitioniertes Modell menschliche Bedürfnisse, die bei der Suche nach einem passenden Ort für die eigenen Lebensvorstellungen eine Rolle spielen können.
Termine
Eröffnung: 24.11.2009
Stadtwerkeareal an der Strubergasse in Lehen
Perfect Arrangement__
eingereicht von Barbara Musil, in Kooperation mit Marlene HadererDer "Boulevard of Broken Dreams" hat im letzten Jahr eine erschreckende Aktualität erlangt. Auf dieser "Straße" scheint nach der platzenden Immobilienblase in den USA, dem weltweiten Finanzmarktkollaps und der folgenden Weltwirtschaftskrise das Hauptverkehrsgeschehen Platz gefunden zu haben. Die künstlerische Montage von zu verkaufenden Immobilien und Eigenheimen durch die Künstlerin Barbara Musil, schafft einen unwirklichen Ort, der in seiner Darstellung die Wirklichkeit sehr treffend beschreiben könnte. Gerade die Idee, dieses Kunstwerk auf Plakatwänden im öffentlichen Raum zu positionieren, könnte in dieser Form eine Umkehrung dessen bewirken, was bei Immobilienangeboten bislang üblich war, nämlich die werbewirksame Suggestion einer fortwährenden Wohlstandsprosperität durch klassische Verkaufsangebote in Schaufenstern von Kreditinstituten und Immobilienmaklern.
KONTAKT__
Barbara Musil
b.musil@servus.at
Marlene Haderer
m@sil.at
DOWNLOAD__
Presse Pdf







