Dokumentation __
Haben sie schon einmal Altkleider gespendet?Haben sie sich schon einmal gefragt was danach mit ihren Spenden passiert?
Das Ergebnis am Bestimmungsort in Afrika ist: Mitumba.

Mitumba (Bündel, Ballen), ist in den verschiedenen Regionen Afrikas mittlerweile die Bezeichnung für die beliebten Second Hand Kleider aus der so genannten 1. Welt. Als „ganz normale“ Handelsware auf jedem Markt erhältlich finden die Textilien, nach verschiedenen Handelswegen eines globalisierten Marktes und daran anknüpfende weitere Handelsketten der Mikroökonomien letztlich neue Endverbraucher.

Dort „wo sie auch her kamen“.

An diesem Punkt knüpft „mitumBACK“ an, kauft die Ware Vorort, verlängert den Handelsweg und bringt sie zurück auf den europäischen Markt.
„mitumBACK“
Das System der Ökonomie und seine Handelsprozesse, ermöglicht den Erzeugerländern westlicher Luxusartikel auch wieder Endverbraucher zu werden.
Ware wird Spende wird Ware…

mitumBACK erweitert diesen Prozess: Die ehemalige Kleiderspende aus Tanzania wird dort ersteigert, nach Österreich zurück gebracht und - transfair - in den zentraleuropäischen Markt reintegriert.
mitumBACK ist Label, zur Marke gewordene Idee, der Intervention, um Konsequenzen der Globalisierung abzumildern - indem trans-fair gehandelt wird.

Mitumback __
a label transfer
eingereicht von Coelestine Engels
Die künstlerische Begleitung des ökonomischen “Recycling”-Prozesses zwischen Märkten der Industriegesellschaft und wirtschaftlich abhängigen Weltregionen schafft eine zeitgemäße Allegorie auf den heutigen Kapitalismus im Mikro- wie Makrokosmos. Auf Märkten in Tansania werden Kleidungsstücke gekauft oder ersteigert, die zuvor als Spenden dorthin gelangten. Als im Wert gestiegene Ausstellungsstücke werden sie in die "1. Welt", nach Salzburg zurückgebracht. Die Reise der Kleidungsstücke wird in Bild, Schrift und Video dokumentiert. Am Eröffnungsabend werden perfomativ Labels in die Shirts und Hosen genäht und diese dann versteigert. Die Absurditäten von Warenkreisläufen wie auch der zusätzlich generierte profitable Mehrwert durch so genannte Hilfsprojekte werden durch die künstliche Intervention in diesem Kunstprojekt deutlich. Die als Resultat angestrebte "Ausstellung“ des Kunstobjekts schafft zudem eine kritische Selbstreflexion des Kunstbetriebs. Das gesamte Projekt in seinen verschiedenen Aspekten hat eine Aufnahme in die Förderung nahezu zwingend gemacht.









